Das Pop-up-Museum Bahlingen

Hereinspaziert!

Öffnungszeiten (01.-29.03.26):

Donnerstag: 15 – 20 Uhr

Freitag/Samstag: 10 – 18 Uhr

Sonntag: 11 – 17 Uhr

Der Eintritt ist frei!

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der alltägliche Wandel in der Gemeinde, betrachtet aus unterschiedlichen Perspektiven: Wie findet sich eine blinde Person in Bahlingen zurecht? Was hat ein Ochsengeschirr mit dem Ortsbild zu tun? Was wurde und was wird in Bahlingen produziert? Diese und viele weitere Themen und Objekte findet ihr in der Ausstellung!

Seit Oktober 2025 haben Studierende der Universität Freiburg, unterstützt und begleitet von interessierten Bahlinger*innen, diese Ausstellung erarbeitet. Nun zeigen wir sie – und zwar mit einem Mobiliar, das eigens für Ausstellungen außerhalb von Museumsbauten entwickelt wurde. Damit soll das Museum dorthin kommen, wo Menschen leben und wo alltägliche Veränderungen stattfinden.

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, vorbeizukommen, sich die Ausstellung anzusehen und mit uns und miteinander ins Gespräch zu kommen!

Begleitprogramm

Änderungen vorbehalten | Bitte prüft hier den aktuellen Stand jeweils kurz vor den Veranstaltungen.

5. März, 17 Uhr: Führung „Bahlingen blind erleben“
Treffpunkt: Ausstellung (Kapellenstr. 16)
Bei der Führung „Bahlingen blind erleben“ könnt ihr Eindrücke von den Alltagswegen eines blinden Bahlingers bekommen. Was lässt sich mit anderen Sinnen wahrnehmen? Und welche Herausforderungen stellen sich beim Unterwegssein? Bitte beachten: Es können höchstens 15 Personen an der Führung teilnehmen. Die Gruppe wird nach dem Zeitpunkt des Eintreffens zusammengestellt. Treffpunkt ist am Alten Spritzenhaus, Kapellenstraße 16, 79353 Bahlingen am Kaiserstuhl.
6. März, 16 Uhr: Fotorundgang „Bahlingen als Dorf//Stadt“
Treffpunkt: Ausstellung (Kapellenstr. 16)
Was prägt das Erscheinungsbild Bahlingens – wo ist es dörflich, städtisch, landwirtschaftlich oder touristisch? Bei einem begleiteten Fotospaziergang erkunden wir den Ort aus neuen Blickwinkeln. Nach einem kurzen Input in der Ausstellung machen sich die Teilnehmenden auf, um ihre Bilder zu sammeln. Im anschließenden Austausch betrachten und besprechen wir die Fotos gemeinsam und erhalten so ein vielschichtiges Bild des Ortes. Bitte bringt eine Kamera oder ein Handy mit Fotofunktion mit und seid gut zu Fuß.
15. März, 17 Uhr: Gespräch & Erzählcafé „Partizipation. Protest. Perspektiven. Frauen und ihr politisches Engagement im ländlichen Raum“
Die Veranstaltung findet in der Pausenhalle der Silberbergschule (Hohleimen 6) statt!
Wie verschaffen sich Frauen in der Politik Gehör? Welche feministischen Themen finden Eingang in kommunale und gesellschaftliche Debatten — und wo stoßen engagierte Frauen noch immer an Grenzen, gerade in politischen Strukturen, die bis heute vielfach männlich geprägt sind?
 
Diesen Fragen widmet sich unsere Podiumsdiskussion mit Erzählcafé. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Perspektiven auf das politische Engagement von Frauen: von feministischer Gegenwartsarbeit über kommunalpolitische Erfahrungen im Gemeinderat bis hin zu historischen Entwicklungen sowie Geschichten feministischer Bewegungen und Aktionen. Besonders freuen wir uns auf die Perspektive einer Zeitzeugin, die im Zuge der Anti-AKW-Bewegung rund um das geplante AKW Wyhl im Hochschulkontext aktiv war.
 
Gemeinsam möchten wir darüber ins Gespräch kommen, wie sich politisches und feministisches Engagement von Frauen im Laufe der Zeit verändert hat, wo Erfolge sichtbar geworden sind und welche Herausforderungen bis heute bestehen.
 
Zu Gast sind Irmgard Schneider, ehemalige Aktivistin der Volkshochschule Wyhler Wald, Dr. Anke Peters, Mitglied im Bahlinger Gemeinderat sowie Birgit Heidtke und Stephanie Stroh von der Feministischen Geschichtswerkstatt Freiburg.
 
Wir laden herzlich dazu ein, zuzuhören, mitzudiskutieren und neue Perspektiven auf Frauen in der Politik und im gesellschaftlichen Engagement zu entdecken!
22. März, 15 Uhr: „Wo drückt der Schuh?“ Workshop mit
Sibylle Mühleisen & Albert Kümmel-Schnur, Universität Konstanz

Die Veranstaltung findet in der Pausenhalle der Silberbergschule (Hohleimen 6) statt!
Nur 15 Prozent der Bevölkerung in Deutschland leben in Gemeinden von 5000 oder weniger Menschen. Tendenz fallend. Nun gibt es aber gute Gründe, das Dorf der Stadt vorzuziehen. Das können die größere Nähe zur Natur, die dichteren Sozialbeziehungen, die kurzen Wege oder auch die niedrigeren Lebenshaltungskosten sein. Was müsste also passieren, damit die Menschen, die auf dem Land leben, dort besser leben können?   Diese Frage wollen wir in einem zweistündigen Workshop im Rahmen des Pop-up-Museum Bahlingen stellen.
26. März, 16 Uhr: „Vielseitige Ökonomie in Bahlingen“ Führung durch die Ausstellung
Treffpunkt: Ausstellung (Kapellenstr. 16)
Im Mittelpunkt der Führung steht der Ausstellungsbereich zu unterschiedlichen Formen des Wirtschaftens in Bahlingen. Er zeigt, wie etablierte und neuere wirtschaftliche Strukturen den Ort prägen, verändern und über ihn hinauswirken.   Falls euch der Arbeitsprozess, Ideen und ein Blick hinter die Kulissen der Ausstellung interessieren, dann kommt gerne vorbei. Wir freuen uns auf euch!

Hast du etwas, das du mit uns teilen möchtest?

Kontakt: PopUpMuseum@ekw.uni-freiburg.de

Telefon: 0761 203-97628


Eindrücke von der Ausstellung


Das Pop‑up‑Museum Bahlingen wurde vom Badischen Landesmuseum mit seiner Landesstelle für Alltags‑ und Regionalkultur in Zusammenarbeit mit dem Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Freiburg realisiert. Ziel war die Entwicklung einer partizipativ erarbeiteten Ausstellung, die den kulturellen, sozialen, politischen, ökonomischen und ökologischen Wandel in Bahlingen der letzten 150 Jahre – mit Schwerpunkt auf der Alltagskultur – thematisiert. Ein Team von Studierenden hat die Ausstellungsbereiche konzipiert, vorhandene Objekte recherchiert und ergänzend Beiträge von Bürgerinnen und Bürgern vor Ort gesammelt.


Der Projektstart

Am 27. Oktober kamen 30 bis 40 Interessierte ins Foyer der Silberberghalle, um sich über den Start des Pop-up-Museums zu informieren. Das Projekt ist ein gemeinsam gestaltetes Ausstellungs­vorhaben, das die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Gemeinde beleuchtet und im Frühjahr 2026 in Bahlingen seine Türen öffnen wird.

An verschiedenen Tischen stellten sich zunächst die beteiligten Kooperationspartner des Badischen Landesmuseums mit seiner Landesstelle für Alltags- und Regionalkultur und der Universität Freiburg mit seinem Institut für Empirische Kulturwissenschaft vor. Außerdem wurde ein neues modulares Vitrinen-System präsentiert, das extra für Ausstellungen außerhalb etablierter Museumsräume entwickelt wurde.  Das Herzstück des Abends waren die Stationen, an denen Besucher*innen ihre Gedanken, Themenwünsche und Vorschläge für Exponate einbringen konnten. Die Gespräche waren inspirierend, vielfältig und voller spannender Visionen.

Nach diesem regen Austausch hat eine Seminargruppe der Empirischen Kulturwissenschaft von der Universität Freiburg die ersten Schritte zur Umsetzung des Projekts unternommen. Seitdem nimmt das Pop‑up‑Museum Formen an – dank vieler wertvoller Beiträge!